… so schön ist Mecklenburg

Wanderfahrt zur Müritz

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Normalerweise steht für die Masters Anfang September die World-Masters-Regatta auf dem Plan, so dachte sich das auch unser Mixed- Vierer und wollte in Linz starten. Doch was ist schon normal in dieser Zeit? Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Aber den Kopf deswegen in den Sand stecken, das geht nicht… Andreas aus Radebeul hatte kurzerhand den Vorschlag, doch als Alternative einfach auf Wanderfahrt in Mecklenburg zu gehen. So starteten wir mit einer kleinen Gruppe von 6 Ruder*innen am 5. September in Mirow in Richtung Müritz.

Die Tour führte am ersten Tag in Richtung Norden über die Alte Fahrt mit dem Umtragen bei Bolter Mühle zum ersten Wasserwanderrastplatz an der Müritz. Am Folgetag ging es weiter am Ostufer der Müritz entlang über Rechlin, zum Nebelsee bis zum Ende des Langhagensees, auch wenn uns Einheimische mit dem netten Hinweis „Da kommt ihr nicht durch“ davon abhalten wollten, den Graben dorthin zu befahren. Interessant gestaltete sich diese Treideltour durch den Graben, auf der uns mehrfach ein Eisvogel begleitete. Auf dem Sewekowsee testen wir das Segel – eigens für Kanus entwickelt. Es brachte uns immerhin auf eine Geschwindigkeit von ca. 10 km/h.

Nach der Übernachtung nahe des Nebelsees ging es – weil es so schön war – wieder über die Müritz zum Bolter Kanal und nach Mirow zum Zwischenstopp am 3. Tag. Das spiegelglatte Wasser in der südlichen Bucht der Müritz täuschte, die Wellen wurden Richtung Norden immer größer, konnten uns aber nicht aufhalten weiter zu fahren. Ein bisschen froh waren wir dann doch, als sich die Boote wieder in ruhiges Fahrwasser begaben.

Am 4. Tag ging es über Zotzensee, Vilzsee, Labussee, Mittag beim Fischer an der Schleuse Canow, weiter über Gobenowsee, Rätzsee, Picknick in Fleether Mühle wieder zurück nach Mirow. Abweichend von der ursprünglichen Planung führte uns ein fehlender Autoschlüssel (Insider wissen, was gemeint ist ) erneut über den Rätssee – auch hier wieder mit einer Segeleinlage - und den Vilzsee über den Schwarzen See zu einer idyllischen Rundfahrt über den Fehrlingsee. Am Schwarzen See fanden wir einen wunderschönen Rastplatz. Von dort ging es am 10. September schweren Herzens nach fast 160 km wieder zurück nach Mirow, um die Heimreise anzutreten.

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